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das bedeutet:
zu ergründen, was der Kern der Dinge, der tiefere Sinn des Lebens ist - und zwar da, wo ich jetzt gerade bin, in den Dingen, Menschen, Situationen, die mir in diesem Augenblick begegnen. Der Mönch in meinem Gedicht drückt diese Haltung so aus: wach und aufmerksam betrachtet er, was das Leben ihm bringt - und nimmt es lächelnd an, heiter erkennend, daß das genügt, wenn sich das Leben jetzt so vollzieht: als Tee, als Reis, als Blätter, als Schnee, als Wind...

In meinem Leben, in meinem künstlerischen Tun, in meiner Arbeit mit Menschen - immer geht es um diese Haltung: sie einzuüben, auszudrücken und zu vermitteln. Sie kann heilend und erlösend wirken für die Probleme des Lebens, für das Leiden in dieser Welt und an dieser Welt, und sie kann helfen, schließlich immer mehr der Mensch zu werden, der wir vom Wesen her eigentlich sind.

Der Übungsweg des ZEN, den ich seit 1984 gehe, gehört zu den uralten spirituellen Wegen der Menschheit, die alle auf unterschiedliche Weise zu demselben Ziel führen: die Erfahrung der Wirklichkeit, des Tao, des Göttlichen, der Buddhanatur, die Erfahrung Allahs, die Erfahrung Gottes - so, wie die Menschen verschiedener Kulturen seit jeher versucht haben, ES zu benennen. In meiner Kunst entwickelt sich seit 1993 immer stärker die Performance: hier wird unmittelbar sichtbar, was ist - vor den Augen der Betrachter, der Ausstellungsbesucher, entsteht die Spur des Lebendigen Lebens, vollzieht sich als Strich, als Schwung, als Farbe - und sichtbar wird das Durchdrungensein vom Wort, vom Gedicht, vom Thema, eben von dem Namenlosen EINEN.

         "Das Gestaltlose ist inmitten aller Gestalt -
         ich singe den Ruhm der Gestalt", sagt Kabir.

In meiner Arbeit mit Menschen - im Atelier und in den Seminaren verschiedener Tagungshäuser, in Krankenhäusern, REHA-Kliniken und Gefängnissen, in Kirchen und Meditationshäusern - geht es um Entwicklungsförderung in dieser Hinsicht: die Fragen um Leben und Tod, um Trauern und Sterben, um Gewalt, um Schuld und Versöhnung, um Gesundheit, Krankheit und Heilung, um Schmerz, um Leid und Freude bewegen die Menschen, und sie suchen nach Lösungen, die ihr Leben, ihren Alltag verwandeln können, um die Welt wirkungsvoll mitzugestalten, in Verantwortung und mit Freude und Energie.

PfarrerInnen, TherapeutInnen, HeilerzieherInnen, und Menschen verschiedener anderer Berufsgruppen und Lebensfelder suchen nach solchen Wegen - ich biete ihnen die Methoden des Malens an, außerdem meditative Körperübungen und das Sitzen in der Stille - den Weg des ZEN - , um solch einen Entwicklungsweg zu gehen.

         Die Blumen im Frühling - der Mond im Herbst,
         Im Sommer die kühle Brise - im Winter der Schnee!
         Wenn unnütze Sachen den Geist nicht vernebeln,
         Ist dies des Menschen glücklichste Jahreszeit.

         (Meister Mumon)



 
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