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Infoblatt vom März 2004

Daten
Beschreibung
Links
in der
Stiftskirche, Landau

Telefon
06341 / 92 22 55

am
So., den 14. März 04

um
18.00 Uhr

mit
Pfrin Gerlinde Wnuck-Schad,
Christa Hirsch-Piepenbrink (Flötistin),
Gundula Schneidewind (Künstlerin)

"Neige Dein Ohr"

Abendmeditation mit einem Psalm im Rahmen der Reihe "Im Körper leben - im Körper glauben".

Bei der Abendmeditation werde ich eine Performance machen. Mit Tusche und Pinsel entstehen dabei auf einer ca. 30 m langen Papierbahn und auf einem Papierfeld ca. 6 x 6 m am Altar Spuren.

Ich reagiere auf den 31. Psalm, der im Zentrum des Abends steht und gelesen wird und auf die Improvisationen der Flötistin, die das Geschehen begleitet.

Meine Arbeit mit den Spuren ist dabei keine Illustration und auch nicht eine "Aktion" im Sinne des Action-Painting - sondern es steigen aus der Tiefe einer intuitiven Erfahrung von Wort und Klang Bewegung und Bewegtheit auf - die Energie von Gehörtem und Erfahrenem schwingt in Resonanz mit dem inneren Energiefeld.

Seit 20 Jahren übe ich ZEN und sehe, wie diese Erfahrungen meine Kunst prägen - die Unmittelbarkeit des Augenblicks spiegelt sich wider im unmittelbaren Tun des künstlerischen Prozesses.

So ist die Performance, die sich in den letzten Jahren in meiner Kunst entwickelt hat, eine folgerichtige Entwicklung: in der Weise wie mein Bilder entstehen auch die Performance-Spuren. Die Betrachter können in die Meditation hinein folgen und den Prozeß miterfahren.

Die Ergebnisse des Abends werden einige Zeit lang in der Kapelle in der Stiftskirche zu sehen sein.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Im Körper leben - im Körper glauben - Psalmen und Meditationen im Chorraum der Stiftskirche Landau" statt - weitere Termine sind am Mittwoch, 17. März und am Mittwoch, 24. März jeweils um 19.30. Hier geht es um Meditativen Tanz und um einen Vortrag mit Übungen zur Eutonie und der "Weisheit der Aufrichtung".

Presseecho

"Rheinpfalz", Kulturnachrichten, vom 18.03.2004

WORTE UND TÖNE UND IHRE SPUREN - Außergewöhnliche Abendmeditation zu Psalm in der Landauer Stiftskirche

Worte - Tuschespuren - Flötentöne. Wer denkt bei diesem ,,Dreiklang" an Gebete oder gar an Gesänge aus dem Alten Testament? Die Künstlerin und Kunsttherapeutin Gundula Schneidewind, Pfarrerin Gerlinde Wnuck-Schad und die Flötistin Christa Hirsch-Piepenbrink legten Psalm 31 am Sonntag zum Auftakt der Reihe ,,Im Körper leben - im Körper glauben" auf besondere Weise aus. Eine kleine Schar von Zuhörern ließ sich in der Landauer Stiftskirche auf die Abendmeditation ein.

Im Mittelpunkt stand der Vers ,,Neige deine Ohren zu mir". Schneidewind ging es in erster Linie um die Fragen ,,Wie bewegt der Psalm mich? Wie erlebe ich die Worte des Psalms? Was sage ich dazu?" Aus einer ,,unbewussten Wachheit" reagierte sie bei ihrer Performance mit Tusche und Pinsel auf den Text und auf die Töne der Flöte. Sie versuchte, spontan auszudrücken, was Text und Musik beim Hören in Gang setzen.

Die Meditation begann mit dem ,,Ankommen im Raum". Hirsch-Piepenbrink stimmte mit lieblichen, feinsinnig improvisierten Tönen in das Geschehen ein, interpretierte die Stimmung des von Wnuck-Schad vorgetragenen Gedichts von Rose Ausländer mit immer leiser werdenden Tönen und setzte durch prägnanteres Spiel ,,tropfnasse" Tonspuren. Dazu malte Schneidewind zur Stimmung passend auf den am Boden liegenden Papierteppich im Rhythmus des Flötenspiels und mit entsprechender Körperhaltung ausdrucksstarke Tuschespuren.

Den Dreiklang Worte - Tuschespuren - Flötentöne ließen die Besucher auf sich wirken, während sie zu einer Flötenmusik von Hindemith am Altar bereitgestellte Teelichter entzündeten, sie um die Papierbahnen im Chorraum stellten und sich um diese gruppierten.

Höhepunkt der Meditation war ,,Psalm 31 nachlauschen und nachspüren". Geleitet von der Eigendynamik des Textes setzte Schneidewind den Inhalt in ein gehaltvolles Kunstwerk von individueller Aussage um. Besinnliche Flötentöne nahmen die Bewegung des Psalms nochmals auf. (wgm)

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