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Wie sie davonziehen
die Töne des Akkordeons -
als hingen noch lächelnd
in den Zweigen der Trauerweide
die Lampions
meiner Kinderzeit.

Ob sie den Winter überstehen
fragst du
(in deinem Haus aus Stein)
und ob nicht alles
zu Gras wird
und unter dem Schnee
vergeht ?
Da schüttelt sich der kleine Hund -
schwarz-weiß
läuft er davon...

Als wir abreisten -
die Spur des nassen Eimers -
Putzeimer-Mandala -
trocknet nur langsam
im kalten Wind

Ein blauer Plastiksack
weht über die leeren Äcker davon -
hinter mir
verschwindet die Stadt
Haus-an-Haus
vor mir
die Weite

Die zwei Müllsäcke dort -
durchsichtig
tun sie nichts anderes
als das Licht einzulassen
und sie leuchten
in der Abenddämmerung
und wissen
von nichts

Ein weißes Huhn
und ein braunes -
sie picken Gedichte
aus dem Gras
Wort für Wort...

Mein Leben -
ein Wanderweg
mit wechselndem Ziel -
mein Leben -
ein Ziel
wechselnder Wege...

Unter dem Schleier des Lärms
hocken sie beieinander -
die Wagen
die Menschen
und da -
ein Huhn !

Über mir fliegen
elegante
Lederkoffer
in den Süden...
hier sitzt es sich leicht
und auch durch unsere Fenster
schaut die Unendlichkeit:
das Gesicht der Sonnenblume
das weiße Huhn
das welkende Gras
und
Wort für Wort
dieser schreibende Mensch !

Hier wär' ich gern Huhn -
das umherspaziert ohne Hast
Pfade entlang und von Wagen zu Wagen
im Spätsommerregen
durchs Gras
bis die Nacht kommt und ein Dach
gefunden wird
irgendwo...

(Gundula Schneidewind, © 2009)



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